3 Fragen an Matthias Gessl

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Im Rahmen meines jüngsten Formates durfte ich 3 Fragen an Matthias Gessl stellen und ihn zum Interview bitten. Matthias ist Personal- und Ernährungstrainer aus Wien. So weit, so gut. Personaltrainer ist heutzutage eine sehr beliebter Beruf. Also – was macht Matthias so besonders? Matthias hat sich auf das Training für und mit Frauen spezialisiert – und das ist als Mann nach wie vor eine Seltenheit.

Du siehst: Ein Interview mit Matthias lohnt sich! Das möchte ich Dir natürlich nicht vorenthalten! Herzlichen Willkommen bei 3 Fragen an Matthias Gessl:

1. Wie ist es zu deiner Spezialisierung gekommen?

Einerseits komme ich privat automatisch leichter mit Frauen klar, denn 90% meiner Freunde sind weiblich.

Andrerseits habe ich auch gemerkt, dass das Dominanzverhalten nicht so gegeben ist. Ohne generalisieren zu wollen, möchte ich sagen, dass erfahrungsgemäß die meisten Männer sich einen extrem starken, muskulösen Coach suchen – sie wollen genauso werden wie er oder besser. Sie nehmen daher auch nur die nötigsten Tipps an ohne wirklich das Gesamte verstehen zu wollen.

Das Dominanzverhalten habe ich beim weiblichen Geschlecht viel seltener. Meinen Kundinnen ist egal, wieviel Gewicht ich heben kann oder wie trainiert ich bin. Sie wollen, dass ich ihnen bei ihren Zielen helfe und mit meinem WISSEN Unterstützung gebe. Sie erkennen, dass ein Coaching bedeutet, dass ich ihnen helfen kann, auf meine Art und Weise, unabhängig wie stark ich im eigenen Training bin .

Weiterhin kann ich auch sagen, dass ich zu oft Frauen sehe, die ein falsches Bild via Instagram & Co. vermittelt bekommen und daher nicht ihren Voraussetzungen & Zielen entsprechend trainieren.

Zum Beispiel verwenden sie zu wenig Gewicht, da sie nicht „männlich“ wirken möchten, machen zu viel (Ausdauer) Sport (denn viel Sport & abnehmen = gut aussehen), oder sie essen zu wenig, denn das machen Models etc. auch.

DIESEN IRRGLAUBEN möchte ich auflösen.
Zu oft wird das Potenzial nicht genutzt, weil wir etwas vorgegaukelt bekommen 
– da setze ich an, damit es nicht heißt: „Männer haben es im Sport so viel einfacher, wenn sie schnellen Fortschritt haben möchten.“

Es geht mir auch darum, dass jene Frauen, die echt hart und ihren Zielen entsprechend trainieren, wertgeschätzt werden! Nicht „Ah die Frau hat gute Gene“ nachrufen, sondern laut aussprechen und aufzeigen, dass diese Frauen wirklich stark trainieren, sich bewusst ernähren – die reine wahre Wertschätzung.

2. Was war bisher dein größtes Learning?

Wie oben erwähnt, dass Frauen ein größeres verzerrtes Bild präsentiert bekommen / besitzen.
Es ist echt nicht einfach, einer neuen Kundin beizubringen, wie hart/viel sie trainieren (und auch essen) muss, um ihren Körper zu bekommen. (Thema: Influencerinnen essen wenig & machen nur Bodyweighttraining / Ausdauersport).

Zum Thema Muskelaufbau – ein schwieriges Thema am Anfang. Man muss auf seine Wortwahl achten, doch nach ein paar Eindrücken im Coaching und dementsprechenden Erfolgen, verwenden Kundinnen selbst diese Phrasen wie: „Ich möchte mehr Masse.“ – Wahnsinn, wie Neukundinnen sich in der Ansicht/Wortwahl ändern, ein tolles Gefühl!

Das Thema Verletzungen: Mit schwerem Gewicht kann man sich so leicht verletzen, da bleibe ich lieber bei Körpereigengewichtsübungen.“ – Dass, meine Kundinnen teilweise 100kg + Gewicht bewältigen und trotzdem gesund & weiblich (optisch) sind, ist für viele am Anfang schwer zu glauben.

3. Was wünschst Du Dir von Deinen Kollegen, die ebenfalls weibliche Kundinnen trainieren?

Erstens: Keine halben Wahrheiten.

Als Trainer ehrlich sagen, dass ein gewisses Niveau an den Tag gelegt werden muss, wenn man in einer gewissen Zeit ein bestimmtes Ziel erreichen will. Kein Schönreden und lieber offen & realistisch sein und dementsprechend Lösungen bieten.

Zweitens: Verstehen, dass Frauen ihre Periode haben & darauf Rücksicht nehmen.

Man muss sich nicht top auskennen, jedoch logisch denken und verständnisvoll sein, wenn gewisse Tage anders laufen. Nicht als Entschuldigung, sondern als Begründung, warum wir in der Zeit vielleicht anders agieren müssen (Training, Ernährung, mental) und jede Frau anders reagiert und anders belastbar ist.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Matthias herzlichst für seine Zeit und seine Antworten bedanken.

Meine Erkenntnis: Durch das Gespräch konnte ich einiges lernen und vor allem verstehen, wer sich warum für welchen Trainer entscheidet. Es freut mich zu sehen, dass Matthias sich dem Training für Frauen verschrieben hat und eisern seinen Weg geht – wir teilen also quasi die gleiche Mission!

Du möchtest mehr von Matthias sehen? Du findest ihn auf Instagram, Facebook und natürlich auf seiner eigenen Homepage.

Das waren 3 Fragen an Matthias Gessl. Meine weiteren Gäste folgen (hoffentlich) im neuen Jahr!

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